25.01. 2015 Meckerfreie Zone – eine Zwischenbilanz

Meckerfreie Zone ist ein Projekt, siehe unten mehr. Wir haben mit den lila Bändchen geübt. Jetzt geht es an die Auswertung. Alle, die mitgemacht haben, sind herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen zu teilen.

Wir drehen dieses Mal die Reihenfolge um. Erst Austausch, dann gemeinsam essen.

Der Artikel aus kirche-hamburg.de (25.06.13) beschreibt das am besten:

Pastor will „Meckerfreie Zonen“ schaffen

Hamburg/Flensburg – Eine Aktion, die als Pilotprojekt auch für Hamburg taugt. Der Flensburger Pastor Klaus Guhl konnte das alltägliche Gemecker, Gemotze, Gejammer und Getratsche nicht mehr hören. Seit über einem Jahr hat er den Kampf dagegen aufgenommen. Der evangelische Theologe hat die Aktion „Meckerfreie Zone“ entdeckt und sie nach Deutschland geholt. Die Spielregeln sind einfach.

Weniger Meckern – Pastor will deutsche Motz-Mentalität reduzieren

Wer mitmacht, trägt ein schmales lila Kunststoff-Armband. Es kann links oder rechts getragen werden, erklärt Guhl. „Wenn Du meckerst oder tratscht, wechsele das Armband auf die andere Seite.“ Ziel ist es, 21 Tage ohne diese Sünden auszukommen.

Lästerei reduzieren
Guhl weiß aus seinem Seelsorgealltag, dass ohne Kritisieren und Klagen kaum ein Mensch auskommt. Er weiß aber auch aus eigener Erfahrung mit dem lila Armband, dass ein Mensch dies deutlich verringern kann und selber dabei umgänglicher und freundlicher wird. So etwa, wenn er beispielsweise die Lästerei über andere Menschen abstellt oder zumindest auf ein Minimum bringt. Bis zu 1.000 Armbänder hat er mittlerweile verschenkt oder für einen Euro pro Stück verkauft. Auf Wunsch wird das Armband plus Flyer zugeschickt.

Genau 21 Tage dauert die Aktion. „21 Tage braucht ein Huhn vom Ei zur Geburt. Nach 21 Tagen hat sich das Gehirn an neue Routinen gewöhnt“, heißt es in dem Flyer. Wer 21 Tage am Stück nicht schafft, sollte sich nicht entmutigen lassen und immer wieder neu anfangen. Guhl: „Auch ein Jongleur lernt zunächst das Bücken, nämlich nach den gefallenen Bällen.“

10 Millionen Versuche
Die Idee stammt von dem amerikanischen Theologen Will Bowen. Er hat bereits 10,5 Millionen Armbänder in Umlauf gebracht. Guhl besuchte im März 2012 ein Seminar im Christian Jensen Kolleg in Breklum (Kreis Nordfriesland), als ihn die Kieler Theologieprofessorin Sabine Bobert auf ein Buch von Bowen zum lila Armband aufmerksam machte.

Der Pastor nahm Kontakt zu Bowen auf, der im US-Bundesstaat Kansas lebt. Bowen fand die Idee gut, „dass ich die Aktion in Deutschland bekanntmachen will“. Inzwischen haben beispielsweise ein Kindergarten, ein Kirchengemeinderat und eine Lehrerin die Aktion getestet. Auch im Gottesdienst hat der Pastor die „Meckerfreie Zone“ plus Armband vorgestellt. Guhl weiß, dass es Meckerer aus Leidenschaft gibt, bei denen auch sein Armband nicht viel ausrichten kann. Entmutigen kann ihn das aber nicht. Guhl: „Wer mitmacht, kann nichts verlieren. Aber viel gewinnen. Sich selbst.“